Über das Projekt

Der Egotausch, das Facebook-Experiment ist ein Projekt für die Axel-Springer-Akademie.

Was passiert eigentlich, wenn man in einem sozialen Netzwerk sein digitales Ich komplett verändert?
Michael Praetorius und Carline Mohr wagen das Experiment und tauschen zehn Tage lang ihre Facebook-Accounts. Michael aus München mag plötzlich Take That und will nicht aufs Oktoberfest. Berlinerin Carline checkt in Heringsdorf ein und kauft eine Lederhose für ihren Laptop. Wer von ihren Freunden wird als erstes stutzig?
Der Egotausch erhebt keinen Anspruch, als wissenschaftlich relevant beachtet zu werden. Das Projekt ist aus der gemeinsamen Neugierde zweier unterschiedlicher Menschen entstanden. Zudem ist der Begriff der digitalen Identität in diesem Fall auf die Facbook-Konten reduziert. Andere Accounts wie Twitter, Foursquare, die Online-Reputation durch Blogs, Kommentare in Foren, das Kaufverhalten bei Amazon oder iTunes oder die Ergebnisse einer Suchmaschine wurden in diesem Projekt bewust ausgeklammert.

Michael Praetorius, 33 Jahre aus München.
Publizist, Online-Strategieberater und Videoblogger der Münchner Isarrunde.
Mag:  Reisen, Hüte und alles, was blinkt. 

  • 754 Facebook-Freunde
  • verwaltet Freunde in Listen: gute Freunde, Geschäftskontakte, Schulfreunde und Kollegen
  • Verknüpfte Anwendungen: Twitter, Google Plus, Foursquare und ca 50 andere Online-Anwendungen wie Blogs, Communities und Social Commerce-Dienste
  • Postet via iPhone4, iPad2
  • Tägliche Aktivitäten, sharen von Links, eigenen Videos und Fotos
  • Spielt manchmal Social Games
  • Checkt oft an Orten ein (Flughäfen, Gaststätten, Events und Kongresse)
  • circa 50 unbestätigte Freundschaftsanfragen
  • Fan von Tech-Magazinen, Social Media-Quellen, Blogs und Unternehmen

Carline Mohr, 27 Jahre aus Berlin.
Journalistenschülerin.
Mag: Geschichten, Schallplatten und den richtigen Genitiv. 

  • 223 Facebook-Freunde
  • verwaltet Freunde ohne Differenzierung der Privatsphäre in einer einzigen Liste
  • Keine verknüpften Anwendungen oder andere Netzwerke wie Twitter oder Google+
  • altes Nokia-Handy ohne Internetverbindung
  • noch nie via Facebook oder einem anderen Geodienst an einem Ort eingecheckt
  • keine Social Games
  • Fan von Musik und Filmen, Zeitungen und Bars
  • Postet unregelmäßige Statusupdates, meistens Anekdoten aus dem Alltag

Was sich die beiden verbieten:

  • Löschen von Informationen, Gruppen, Interessen, Seiten oder Kontakten
  • Lesen oder schreiben von persönlichen Nachrichten an eine Person
  • Ändern der grundsätzlichen Privatsphäreneinstellungen und Profilinformationen
  • Posten eigener Videos oder Fotos, die die wahre Identität sofort preisgeben würden

Was sich die beiden erlauben:

  • Kommentieren von Beiträgen, Gruppen, Seiten, Fotos, Nutzeraktivitäten
  • Beantworten von Facebook Fragen
  • Gefällt mir / Liken von Updates, Kommentaren, Seiten und Bildern
  • Erstellen von Gruppen, Orten und Seiten
  • Verfassen von Statusupdate mit Fotos, Links, Orten, Tags und Freitext
  • Tagen von Orten, Personen oder Marken
  • Akzeptieren von Freundschaftsanfragen
  • Nutzen des Logins für Facebook Connect Anwendungen (z.B. Social Games, AirBnb, Flinc)
  • Verwenden sozialer Anwendungen wie Social Games

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