Michael mag keine Quetschbrüste



AKTIVITÄT:
Ich habe einer Facebook-Freundin von Michael Tipps gegeben, wie man Marmelade einkocht. Und habe mich auch gleich zum Frühstück eingeladen. Die Frage eines Radiosenders wie man seinen Sonntag verbringt, habe ich kokett beantwortet mit:

In einem Status zum nahenden Oktoberfest habe ich gepostet, dass ich dieses Jahr wirklich keine Lust auf Dirndl, Quetschbrüste und Mundgeruch habe. Armer Michael. Er ist Ur-Münchner und liebt das Oktoberfest.

REAKTION: Die Marmeladenköchin hat sich herzlich bedankt und freut sich auf das gemeinsame Frühstück. Auch wenn sie Michael ewig nicht gesehen und gehört hat.


Die Sonntagsbeschäftigung bekam zwei Likes, aber keine Nachfrage.
Der Status zum Oktoberfest hat inzwischen 14 Likes und acht Kommentare. Die Reaktionen reichen von wilden Spekulationen:

bis hin zu klaren Ansagen:

Michael hat mir eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen. „Carline!! Du zerstörst meine gesamte Reputation! Bist Du irre?“ Musste sehr lachen. Langsam macht das Projekt Spaß.

FAZIT: Untypische Kommentare oder Hobbies wie Marmelade einkochen und Aufhübschen für Bauarbeiter werden einfach hingenommen. Der offizielle Post, der Michaels bisherigem Verhalten komplett widerspricht (Michael geht jedes Jahr täglich aufs Oktoberfest), hat viele Reaktionen provoziert. Auch von ein paar Leuten, mit denen Michael seit Jahren keinen Kontakt hatte. Allerdings: ernsthaft nachgefragt wurde kaum. Nur ein Freund fragt sich, woher der plötzliche Sinneswandel kommt: